Verharmlosung der Keuchhustenimpfung erhöht das Impfschadensrisiko
Seit der Einführung der neuen genmanipulierten Keuchhustenimpfung haben wir viel mehr impfgeschädigte Kinder in unserer Praxis als vorher. Folgender Sachverhalt hat mit dazu beigetragen, die Impfung zu verharmlosen: Da diese Impfung nicht mehr auf tierischem Serum basiert, soll sie angeblich weniger, bzw. keine allergische Reaktionen auslösen können. Die Kinderärzte werden in der falschen Sicherheit gewiegt, daß diese Impfung daher völlig ungefährlich sei und sogar direkt in einen Infekt hineingeimpft werden kann. Dies ist normalerweise eine absolute Kontraindikation. Schwere körperliche und geistige Behinderungen sowie gravierende Lungenerkrankungen treten allein durch diese Fahrlässigkeit häufiger auf. Der folgende Fall ist nur eines von vielen Beispielen dafür.
Lungenentzündung bei einem impfgeschädigten 3jährigen Jungen
Normalerweise dauert eine Lungenentzündung zwei Wochen und wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, was erhebliche Nebenwirkungen und eine Lungenschwächung zur Folge hat. Mit der Homöopathie geht es wesentlich schneller, und die Lunge ist danach gestärkt. Die Rolle der Homöopathie bei Pneumonie könnte in der Zukunft wichtig werden, da immer mehr Erreger auf Antibiotika resistent werden.
Für das Verständnis dieses Falles ist die Vorgeschichte wichtig.
Sebastian erhielt mit vier Monaten die Fünffach-Impfung (Polio, Tetanus, Diphtherie, Hib, Keuchhusten) und entwickelte daraufhin einen starken Husten. Die behandelnde Kinderärztin verneinte jedoch einen Zusammenhang mit der Keuchhustenimpfung und so wurde einen Monat später, kaum daß der Junge sich richtig erholen konnte, die zweite Fünffach-Impfung durchgeführt.
Danach ging es ihm dann richtig schlecht. Er kam gerade noch an einer Lungenentzündung vorbei, hierbei halfen ihm Antimonium tartaricum D12 und Sticta D12, dann setzte eine Mittelohrenentzündung ein, die auch wieder homöopathisch behandelt wurde, und schließlich erkrankte er kurze Zeit später an Keuchhusten. Wahrscheinlich geschah dies wegen der Keuchhustenimpfung, da die Erkrankung zeitlich in die Inkubationszeit des künstlich gesetzten Keuchhustens fiel. Dieser wurde mit Antibiotica unterdrückt, also nicht ausgeheilt. Trotz des Keuchhustenausbruches als deutliche Reaktion auf die Impfungen wurde der Zusammenhang mit den Impfungen negiert, und ein halbes Jahr später empfahl die Kinderärztin die dritte Fünffachimpfung.
Völlig gedankenlos wurde nach dem Impfprogramm sogar wieder gegen Keuchhusten geimpft, obwohl sich das Kind ja gerade erst davon erholt hatte!
Bei diesem Fall wurden alle Kontraindikationen nicht berücksichtigt. Drei Dinge sind eindeutig:
1. Sebastian wurde trotz Reaktion auf die erste Impfung noch einmal geimpft.
2. Der Keuchhusten war eine Folge der Keuchhustenimpfung.
3. Trotz des durchgemachten Keuchhustens sollte das Kind nochmals dagegen geimpft werden.
Seitdem ist Sebastian extrem anfällig für Lungenerkrankungen und litt lange an einer chronisch spastischen Bronchitis. Zwischendurch bekam er immer wieder Pseudokruppanfälle. Seine Entwicklung verzögerte sich, er lief erst mit 16 Monaten und fing erst mit 2½ Jahren zu sprechen an. Als wir mit der Behandlung anfingen, hatte er seit vier Monaten fast jede zweite Nacht einen spastischen Husten, der als verschleppte Lungenentzündung diagnostiziert wurde und seit einer Woche jede Nacht einen Kruppanfall.
Als erstes wurde die verschleppte Lungenentzündung behandelt. In den nächsten vier Wochen kämpften wir mit verschiedenen fieberhaften Infekten und Husten, bevor mit der Behandlung des Keuchhustenimpfschadens mit der Keuchhustennosode (Pertussinum) begonnen werden konnte. Pertussin LM 30, 1x täglich 2 Tropfen besserte den Husten schlagartig für eine Woche. Pertussinum mußte im Verlauf der Behandlung immer wieder gegeben werden.
Neun Monate danach, am 14.12.2001, erkrankte er an einer Lungenentzündung des linken unteren Lungenlappens. Der behandelnde Kinderarzt wies Sebastian mit seiner Mutter in die Kinderklinik ein, um den Befund abzuklären. Die Klinik bestätigte die Diagnose und wollte die beiden gleich dabehalten. Als erste Maßnahme sollten dem hochfiebernden schwerkranken Kind fünf Röhrchen Blut abgezapft werden, was die besorgte Mutter ihrem Sohn in diesem Zustand nicht antun wollte. Sie fing an, mit der Krankenschwester um jeden Tropfen Blut zu feilschen. Nach zähem Ringen schaffte sie es, diese davon zu überzeugen, daß der Diabetestest jetzt nicht im Vordergrund stünde. So sollten die Blutröhrchen auf vier reduziert werden. Die Behandlung stand aber vor der Blutabnahme schon fest: Antibiotika intravenös. Die Mutter gewann den Eindruck, auf die individuelle Situation ihres Kindes könnte bei dieser Krankenhausroutine nicht eingegangen werden und daß es durch unnötige Untersuchungen noch weiter geschwächt werden würde. Sie nahm ihr Kind auf den Arm und verließ mit den Worten "Das lasse ich meinem Kind nicht antun" fluchtartig die Klinik, das erstaunte Klinikpersonal hinter sich lassend.
Die homöopathische Behandlung von Lungenentzündung
Das Fieber steigt immer nachts an, dabei jammert er und ist unruhig. Er ist total schwach, alles tut ihm weh. Beim Husten hat er in der Magengegend ganz schlimme Schmerzen, so daß er weint. In der Nacht hat er viel getrunken, aber immer in kleinen Mengen.
Sein Gesicht ist blaß, die Beine, Füße und Händchen sind eiskalt, aber er möchte trotzdem abgedeckt sein. Schwitzt nicht. Sieht müde und erledigt aus.
Aufgrund der Repertorisation wurde Arsenicum album C200 stündlich gegeben. Daraufhin schwitzte er, und das Fieber fiel auf 37,2 °C. Aber in der Nacht wurde alles schlimmer. Arsen wurde abgesetzt. Da es zu keiner Besserung kam, er sich so quälte, und wir nicht in der Nacht zu erreichen waren, gab ihm die Mutter ein Schmerzmittel. Die Wirkung hielt drei Stunden an, danach war er teilnahmslos und apathisch. Sein Gesicht war rot, abwechselnd wurde ihm heiß und kalt. Mercur und Belladonna kommen in Frage.
Am 15.12. wird Mercurius solubilis gegeben, denn im zweiten Stadium von Pneumonie ist nicht mehr Belladonna aufgezeigt, sondern Mercurius solubilis.
16.12., 20:00 Es geht ihm allgemein besser. Er hat gespielt und gegessen; möchte, daß immer jemand bei ihm ist, sonst weint er. Der Husten ist rauh und tut ihm manchmal etwas weh. Nun kommt Lycopodium zum Einsatz, das sich schon bei der ersten Repertorisation angekündigt hatte.
17.12., 3:00 Nachts: Ohrenschmerzen, links, weint und jammert, läßt niemanden sein Ohr berühren.
17:00: Die Ohrenschmerzen sind weg. Seit Mittag Bauchweh, jammert, Temperatur ist angestiegen. Der Appetit ist schlecht, verlangt nach sehr kalten Getränken. Phosphor C200, alle 2 Stunden.
18.12., 8 Uhr: Nach der ersten Gabe schlief er drei Stunden, danach hat er Hunger, nach dem Essen war das Bauchweh weg.
"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft!" Der Hausarzt hat Sebastian untersucht und ist erfreut, da es ihm so gut geht. Nun gesteht ihm die Mutter, daß sie ihm die verordneten Antibiotika nicht gegeben hat. Der Arzt ist ganz begeistert über die gute Wirkung der Homöopathie. Daß eine Pneumonie mit der Homöopathie schneller als mit Antibiotika ausheilt, ist für alle etwas Neues. Die Lage entspannt sich, der Stuhlgang ist relativ normal, Bauch- und Ohrenweh sind weg, und er hat zum erstenmal wieder durchgeschlafen.
Die Mutter findet nun erst Zeit, von den Ereignissen zu erzählen, die sich in der Klinik ereignet haben (siehe oben). Aber noch ist die Pneumonie nicht ausgeheilt.
18.12., 23 Uhr Phosphor hilft nicht mehr. Seitdem er im Bett ist, hustet er immer wieder und kann nicht einschlafen. Er ist dabei aber guter Stimmung und hat keine Schmerzen mehr. Es folgen jeweils zwei Hustenstöße kurz nacheinander, heiserer Husten. Verlangt Spaghetti bolognese zum Mittag, weniger Durst. Tuberculinum bovinum LM 240 alle 4 Stunden 2 Tropfen.
19.12. wieder erhöhte Temperatur gestern Abend, Temperaturabfall gegen Morgen, konnte schlecht einschlafen vor Husten, die ganze Nacht durchgehustet. Den ganzen Tag über fit.
Repertorisation:
Husten verhindert den Schlaf - Apis, calad., carb-v., Kali-bi., kali-c., kali-cy., laur., lyc., phos., puls., rhus-t., sang., sep., stict., zinc.
Husten verhindert den Schlaf (und stört den Schlaf) - calad., rhus-t., zinc.
Nachts brennende Hitze - Apis, carb-v., lyc., phos., puls., rhus-t., sulf., (thuj.)
Ruhelos bei der Hitze - Carb-v., lyc., puls., rhus-t., sulf.,
Trinkt und ißt wenig, Stuhl fast fest - Carb-v.
Vorsorglich wird ein Mittel repertorisiert, falls er wieder nicht einschlafen kann, soll ihm die Mutter Pulsatilla geben.
20.12., 18 Uhr: Der Hausarzt stellt fest, daß die Lunge nicht mehr entzündet ist. Die Mittagstemperatur ist 38,5 Grad Celsius. Mit Pulsatilla konnte er einigermaßen gut einschlafen und die Nacht war relativ ruhig. Am Tag war er total erlegt, mußte relativ viel husten, Appetit wieder schlechter, verlangt Schokolade. Großen Durst auf Karamalz. Weiter mit Tuberculinum, zweimal täglich, und bei Schlaflosigkeit eine Gabe Pulsatilla.
21.12.: Er hustet kaum noch, ist aber sehr schwach. Er bekommt nun zur Nachbehandlung Pneumococcinum LM 90, dreimal täglich.
Dieses Mittel wird am
10.1. auf einmal täglich reduziert und dann noch etwa 2 Wochen gegeben.
Er bekommt nun ein Aufbaumittel:
Alfalfa Urtinktur, 5 Tropfen; Calcium phosphoricum D6, zwei Tropfen: Ferrum phosphoricum D6, zwei Tropfen; China D3, zwei Tropfen; Hydrastis D3, vier Tropfen, alles auf 10ml Alkohol.
Von dieser Mischung erhält er dreimal täglich fünf Tropfen auf etwas Wasser für drei Wochen.
Die Lungenentzündung hat dem Jungen die Chance gegeben, mit der tiefsitzenden Lungenschwäche durch die Impfung fertig zu werden. Er ist der vollständigen Ausheilung des Impfschadens ein großes Stück näher gekommen.
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