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Aufbruch ins Bewusstsein
Die Lehre der Heilkräfte
Praktisches
Repertorium
von Ravi Roy

135 €,
1326 S., geb.
Das Handbuch der Chakrablüten Essenzen
Neuauflage
HR 5
Grippe, Erkältungskrankheiten



*Surya*

Aufruf zur Bewahrung der homöopathischen Nomenklatur

 

In den letzten Jahren haben wir eine Tendenz wahrgenommen, die homöopathische Terminologie, die seit über 200 Jahren auch die homöopathische Sprache ist, zu ändern. Jede Wissenschaft, jede Kunst hat ihre eigene Sprache, die die Seele dieses Fachgebietes ist. Die Welt dieser Kunst oder Wissenschaft wird durch ihre Sprache belebt und ihr Charme erfreut unsere Herzen.

Der Ton, den der Name des Mittels erzeugt, hat eine wichtige Bedeutung für die Heilung. In dem Moment, wo Sie Natrium muriaticum hören, geht Ihr Herz auf. Die gesamte Welt dieses Wesens öffnet sich in Ihrem Herzen. Sie tauchen regelrecht in die Welt der Homöopathie ein. Jetzt beobachten Sie was passiert, wenn Sie Natrium chloratum lesen und aussprechen!

Mehr noch, eine Änderung dieser Sprache führt zu erheblicher Verwirrung. Die gesamte homöopathische Literatur benutzt eine bestimmte Terminologie. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Auch die englische Literatur beruft sich auf dieselbe Terminologie. Nun könnte man zwar – unter erheblichem Aufwand! – Neuauflagen „korrigieren“, aber was tun mit den alten Schriften und der gesamten englischen Literatur, die für die Homöopathie von großer Wichtigkeit sind. Brauchen wir denn eine zweite Rechtschreibreform? Wer soll sich denn noch zurechtfinden, wenn ein Mittel, das in den Quellen als Kaolin bekannt ist, in der Apotheke plötzlich als Aluminium silicata erscheint? Homöopathen der jüngeren Generation, Apotheken und gerade die Patienten werden immer verwirrter in dieser Hinsicht. Wir bitten daher um Ihre Unterstützung, denn die Homöopathie hat schon genug Probleme, als daß sie irgendwo in der Verschreibungskette Therapeut-Patient-Apotheke an einem Mißverständnis des Mittelnamens scheitern sollte!

Nun ist zugegebenermaßen die zunehmende Lateinisierung der homöopathischen Terminologie rein technisch gesehen korrekt. Da es jedoch die Umstände verwirrt und einem somit die Arbeit erschwert, anstatt sie zu erleichtern, ist dies nicht im Sinne der Wissenschaft! Der allgemeinen Klarheit wegen ist es nötig, daß alte, neue und englische homöopathische Texte in ihrer Terminologie übereinstimmen. Auch die Bezeichnung der Mittel in den Apotheken muß dem entsprechen, damit jeder – Therapeut, Patient, Apotheker – genau weiß, welches Mittel gemeint ist.

Wir schlagen daher vor, daß die (neue) lateinische Bezeichnung der Mittel in Klammern, klein, unter dem Hauptnamen geschrieben werden kann, falls es notwendig ist.

Wir bitten die folgenden Mittel wieder nach der alten Nomenklatur zu benennen:

  1. Natrium muriaticum statt Natrium chloratum
  2. Ammonium muriaticum statt Ammonium chloratum
  3. Argentum muriaticum statt Argentum chloratum
  4. Aurum muriaticum statt Aurum chloratum
  5. Aurum muriaticum natronatum statt Aurum chloratum natronatum
  6. Barium muriaticum statt Barium chloratum
  7. Cadmium muriaticum statt Cadmium chloratum
  8. Calcium muriaticum statt Calcium chloratum
  9. Cuprum muriaticum statt Cuprum chloratum
  10. Ferrum muriaticum statt Ferrum sesquichloratum
  11. Kalium muriaticum statt Kalium chloratum
  12. Magnesium muriaticum statt Magnesium chloratum
  13. Muriaticum acidum statt Acidum hydrochloricum
  14. Zincum muriaticum statt Zincum chloratum – im Grunde bei allen Mitteln zurück zu muriaticum
  15. Fluoricum acidum bzw. Acidum flouricum statt Acidum hydroflouricum
  16. Hippozaenum statt Maleinum (Besonders in den Repertorien findet man nur die Abkürzung Hippoz. Sogar ausgebildete Homöopathen suchen nach Maleinum und finden es nicht!)
  17. Morphium statt Morphinum
  18. Alkohol statt Aethanolum
  19. Elektrizität statt Elekticitas
  20. Kaolin statt Aluminum silicata – Kaolin ist Prozellanerde, schon ein anderes Wesen als Feldspat, und doch noch einiges entfernt von rein chemisch Aluminium silicat. Alle Darmnosoden sollten die Originalnamen behalten
  21. Dysentry compound bzw. Dysentry co statt Dysenteriae Bacillus
  22. Gaertner statt Bacterium Gaertner Nos.
  23. Morgan pure statt Bacterium Morgan Nos.
  24. Mutabile statt Mutabilis Bacillus
  25. Proteus statt Bacterium proteus Nos.
  26. Sycotic compound bzw. Sycotic co statt Enterococcinum Nos. Sycotic compound gehört zwar zu der Enterococcus-Gruppe, aber ist ein Untertypus und wurde ursprünglich Sycococcus oder Streptococcus faecalis genannt. Enterococcinum ist eine Nosode für sich!

Ferner schlagen wir vor, die Säuren in alphabetischer Reihenfolge zu nennen, da sie in den meisten Arzneimittellehren so zu finden sind. Auch in den Rubriken der Repertorien sind sie alphabetisch eingeordnet.
D.h. Fluoricum acidum, Muriaticum acidum, Nitricum acidum, Phosphoricum acidum, Sufuricum acidum usw. anstatt alle unter "Acidum".

Wenn Sie diesen Gedanken gut finden, und die Aufbewahrung der Seele der Homöopathie, sowie eine fortlaufende Klarheit der Terminologie unterstützen wollen, dann bitten wir Sie, untenstehendes Formular auszufüllen und abzuschicken.

Ihre Anregungen und Ergänzungen zu der Liste sind gerne gesehen.

Wir werden die Stimmen sammeln und dann an die Arzneimittelhersteller und Arzneimittelkommission schicken.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Mit freundlichen Grüßen


Ravi Roy und die *Surya* Gründungsmitglieder


Erklärung

Wir sind für die Bewahrung der homöopathischen Nomenklatur und die Auflistung der Säuren in alphabetische Reihenfolge.

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